Auf unserem Krippenblog berichten wir über unsere Pädagogik. Wir stellen unsere Bildungsangebote sowie die Projektarbeit vor. 

Wer gerne über unsere Aktionen aus den vergangenen Krippenjahren lesen möchte,

kann sich über diesen Link auf unserem bisherigen Blog http://sterntaler-wurzelwichte.blogspot.com/ informieren.  

Der Einsatz von Naturmaterialien

Bei unserer herbstlichen Entdeckungsreise durch die Natur konnten wir so einiges entdecken. Da die Veränderungen in der herbstlichen Jahreszeit schon draußen unser Interesse geweckt haben, möchten wir nun den Herbst auch bei uns in die Kinderkrippe einziehen lassen und gemeinsam thematisieren.
Im Morgenkreis sehen wir uns nochmal unsere gesammelten Schätze aus der Natur genauer an und nutzen dabei unsere Sinne Fühlen, Riechen und Sehen. Toll was uns die Natur alles schenkt. Im weiteren Morgenkreis erfreuen wir uns an neuen Herbstliedern und herbstlichen Fingerspielen in unserer Liederkiste. „Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da“ ; „Kleiner Igel“ oder „Viele bunte Blätter“ gehören nun zu unserem täglichen Start in den Tag.  

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Nun möchten wir auch unseren Hörsinn mit Hilfe unserer Naturmaterialien schärfen. Dabei testen wir neugierig aus, wie sie klingen oder ob sie laut oder leise sind. Mit aneinandergeschlagenen Steinen, Stöcken, Schneckenhäusern, Baumscheiben, Tannenzapfen etc. produzieren wir die unterschiedlichsten Töne und machen wunderbare Klangerfahrungen. Gleichzeitig wird durch den Umgang mit dem Material die taktile Wahrnehmung angesprochen.

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In unserem Körbchen mit den gesammelten Naturmaterialien befinden sich noch die Äpfel, die wir an einem Apfelbaum gemeinsam geerntet hatten. Bevor wir den Geschmackstest machen, möchten wir einen Apfel mal ganz genau betrachten. Wir sehen uns sowohl das Äußere (Farbe/Struktur/Oberfläche) als auch das Innere an. Begleitet von der Gitarre singt uns Francois das passende Lied "In meinem kleinen Apfel" vor und verdeutlicht uns mit dem Inhalt sprachlich all das, was wir in unserem Apfel auch gefunden haben. Daraufhin verspeisen wir genüsslich die Apfelspalten. Ein selbst gepflückter Apfel schmeckt doch gleich viel besser. 

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Im Herbst kann man nicht nur Äpfel, sondern noch viel mehr Obst und Gemüse ernten. Darunter auch Kürbisse. Die gibt es in den verschiedensten Formen und Farben. Der typische Kürbis ist groß, rund und orange und dem wollen wir auch unsere Aufmerksamkeit schenken. Nachdem wir hier wiederum die Beschaffenheit genau begutachtet und befühlt haben, möchten wir daraus eine herbstliche Leckerei kochen: eine Kürbissuppe. Zuerst schneiden die größeren Kinder mit viel Eifer und etwas Hilfe den großen Kürbis in viele kleine Stücke. Neben dem Spaß den wir dabei haben, werden beispielsweise auch unsere Feinmotorik, das Selbstbewusstsein und die Selbstständigkeit gefördert. Anschließend geben wir noch Kartoffeln, Karotten und eine Zwiebel mit in den Topf. Das Ganze gießen wir nur noch mit Brühe auf und lassen es so lange kochen, bis alles weich ist. Nun nur noch pürieren, abschmecken und fertig ist unsere Vorspeise beim Mittagessen. Das schmeckt uns allen richtig gut, dass wir gerne nochmal eine Portion nehmen. 

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 Erstaunlich wie vielseitig man die Materialien aus der herbstlichen Natur für verschiedene Zwecke einsetzen kann und wir hatten überall sichtlich unseren Spaß dabei. 

Entdeckungsreise durch den Herbst

Die Tage werden langsam kürzer und es wird spürbar kälter. Der Herbst ist eingekehrt. Doch was ist „der Herbst“ überhaupt und was verändert sich in dieser Jahreszeit? Das möchten wir im Oktober gemeinsam herausfinden und machen uns deshalb an goldenen Herbsttagen auf Entdeckungsreisen durch die Natur. Bei unseren beliebten Spaziergängen in die Umgebung können wir schon so einiges wahrnehmen: Die Blätter an den Bäumen haben sich in schöne bunte Farben verwandelt und einige sind schon zu Boden gefallen. Fasziniert betrachten wir diese Farbenvielfalt und sammeln voller Freude die schönsten Blätter ein.   

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Auf dem weiteren Weg bekommen wir noch mehr herbstliche Naturschauspiele zu Gesicht. Um den großen Kastanienbaum liegen nun viele grüne Stachelkugeln. Nach genauerer Betrachtung sehen wir, dass sich darin braune Kastanien verstecken. Welch eine tolle sinnliche Erfahrung! Mit viel Spaß machen wir uns im Laufhaufen auf die Suche nach Kastanien und legen sie in stolz in unser Körbchen.  

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Auch ein Apfelbaum, der nun so langsam seine reifen Früchte verliert, bekommt unsere Aufmerksamkeit, denn wir alle essen täglich liebend gerne Äpfel. Umso interessanter finden wir es, dass sie nicht weit von unserem Krippenhaus entfernt wachsen und reifen. Damit wir auch einen Geschmackstest machen können, nehmen wir auch hiervon ein paar mit.

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Die herbstliche Natur ist eine fantastische Fundgrube. Bei einem Ausflug durch den Wald sehen wir noch mehr buntes Laub, Eicheln, Tannenzapfen und viele Pilzarten. Aus manchen Schätzen können wir tolle Dinge zaubern, weshalb wir sie gerne voller Eifer aufsammeln und in unserem Körbchen mit zurück in die Krippe nehmen.

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Nicht nur der Wald hält einige interessante Entdeckungen bereit – auch die Felder in Hagenhausen bieten mit ihren verschiedenen Getreidearten wie Roggen, Weizen oder Hafer eine Vielzahl an. Zu dieser Jahreszeit sind die Körner reif und sie wir können sie wunderbar ertasten. Andere Felder sind bereits schon abgeerntet. Neben den tollen Naturerfahrungen haben wir auf dem Feldweg die Möglichkeit uns nach Herzenslust richtig auszutoben und die letzten milden Tage zu genießen.

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Selbst in unserem Garten hält der Herbst eine tolle Spielerfahrung bereit, denn alle abgefallenen Blätter der Bäume wurden zu einem großen Laubhaufen zusammengerecht. Was gibt es Schöneres als darin herumzurascheln, sie in die Luft zu werfen und im Herbstwind tanzen zu lassen. 

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Der Herbst hat also so Einiges zu bieten und unser volles Interesse geweckt. Draußen in der Natur konnten wir nun bereits erste spannende herbstliche Erfahrungen sammeln. Durch die vielfältigen Naturbeobachtungen lädt uns der Herbst in nächster Zeit zu weiteren spielerischen Auseinandersetzungen mit dieser Jahreszeit ein.

Wir starten ins neue Krippenjahr 

Ein neues Krippenjahr hat begonnen und die Eingewöhnungen von sieben neuen Wurzelwichtelkindern sind bereits im vollen Gange. 

Eine neue Herausforderung und sensible Phase für alle: Für die neuen Kinder mit ihren Bezugspersonen, für die übrige Gruppe und für das pädagogische Personal. Um diesen großen Übergang positiv bewältigen zu können, wollen wir die Kinder liebevoll begleiten und mit einer sanften und ruhigen Eingewöhnungszeit, die sich am „Berliner Eingewöhnungsmodell“ orientiert, unterstützen.
Die Einbeziehung eines Elternteils ist bei der Eingewöhnung ein wesentlicher Bestandteil. Die Kinder haben Zeit, sich unter dem Schutz einer Bezugsperson mit unserer Kinderkrippe vertraut zu machen und eine Beziehung zu uns zu knüpfen. 

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Damit schaffen wir die Voraussetzungen, dass die Kinder uns gerne besuchen und auch spätere Übergänge oder sensible Phasen gut bewältigt werden. Im Laufe des Monats gewöhnen sich die neuen Kinder somit immer mehr an ihre Bezugsfachkräfte, an die neuen Räumen, an die Gruppe und an die verschiedenen Tagesablaufsituationen. 

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Da sich das Wetter Mitte September meistens noch von seiner guten Seite zeigt, möchten wir unseren neuen Wurzelwichten unbedingt zeigen, was unsere Krippe neben den tollen Spielsachen, Kindern, Fachkräften usw. in der Umgebung noch zu bieten hat.
Damit sich die Gruppe gut aneinander gewöhnen kann, machen wir uns meistens gemeinsam auf Entdeckungsreise. Und da bekommen wir so einiges Interessantes zu Gesicht: 
Auf einer Wiese sehen wir eine große Schafsherde mit ihren Lämmern. Neugierig bestaunen wir sie, hören ihren Lauten zu und imitieren sie. Auch der Gruppe von Laufenten begegnen wir bei einem unserer Ausflüge. Das ist ein guter Grund anzuhalten und sie beim Schnattern, Fressen, Gefiederputzen und Schlafen zu beobachten. Weiteres Tier-Interesse erwecken die Pferde auf dem Pferdehof nebenan und eine Katze, die uns über den Weg läuft. Toll, was Hagenhausen so zu bieten hat und was wir nun tagtäglich erleben können.
 
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Doch auch der Ausflug auf den Feldweg oder ein Besuch auf dem Hagenhausener Spielplatz, bei denen wir Toben und Rennen können was da Zeug hält,  machen uns allen sichtlich Freude und schweißen uns als Gruppe immer mehr zusammen.

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Unsere großen Wurzelwichtelkinder übernehmen dabei immer wieder gerne die Beschützerrolle. Sie nehmen die Kleinen an die Hand, umsorgen sie, zeigen etwas Interessantes das sie schon kennen, bringen sie zum Lachen oder versuchen sie zu trösten. 

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Ende des Monats können wir stolz sagen: Unsere neuen sieben Kinder sind durch das tolle Mitwirken aller Beteiligten (Mamas, Papas, Kinder…) erfolgreich eingewöhnt und zu Wurzelwichten geworden. Wir gehören nun zu ihrem Alltag und sind eine neue Gruppe geworden. Wir freuen uns sehr auf die kommende Zeit, in der wir so Vieles gemeinsam erleben dürfen.