Auf unserem Krippenblog berichten wir über unsere Pädagogik. Wir stellen unsere Bildungsangebote sowie die Projektarbeit vor. 

Wer gerne über unsere Aktionen aus den vergangenen Krippenjahren lesen möchte,

kann sich über diesen Link auf unserem bisherigen Blog http://sterntaler-wurzelwichte.blogspot.com/ informieren.  

Vorweihnachtszeit bei den Wurzelwichteln

Mit kleinen Ritualen im Morgenkreis wollen wir für die Kinder das Warten auf Weihnachten verkürzen. Auch durch Backen, Kreativangebote und weihnachtliche Musik soll für die Kinder die magische Zeit verschönert werden

 

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Weil für Kinder im Krippen- und Kindergartenalter Rituale besonders wichtig sind und Sicherheit geben, machen wir natürlich wie immer morgens unseren gemeinsamen Morgenkreis. Dieser ist im Dezember aber ganz besonders. Wie immer gibt es unsere bekannte Liederkiste, die jetzt mit weihnachtlichen Liedern („Lasst und froh und munter sein“, „In der Weihnachtsbäckerei“) etc. gefüllt ist. Außerdem gibt es aber noch die Geschichte „Mischas Reise zum Christkind“. Dabei begleiten wir Mischa den kleinen Bären auf seiner Reise zum Christkind. Passend dazu gibt es in unserem Adventskalender jeden Tag einen Gegenstand, den Mischa auf seiner Reise findet. Die Kinder wechseln sich mit dem Adventskalender ab, so dass jeder an einem Tag ein Säckchen öffnen darf.

Die Geschichte von Mischa dem Bären fördert die Erzählfähigkeiten und den Wortschatz von unseren Kindern. Sie können am nächsten Tag erzählen, was Mischa am Vortag erlebt hat und können die Gegenstände benennen, die Mischa unterwegs einsammelt.

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Außerdem machen wir nach jedem Adventssonntag eine weitere Kerze an unserem Adventskranz an. So wollen wir die Vorfreude auf Weihnachten steigern. Für die Kinder wird so deutlich, dass Weihnachten immer näher rückt.

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Anfang Dezember haben wir Glück. Der erste Schnee kommt und es bleibt genug Schnee liegen, um einen Schneemann zu bauen. Für die Kinder ist es toll, den Wechsel der Jahreszeiten mitzuerleben und durch den Schnee und die Kälte den Winter selbst fühlen und erfahren zu können.

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Auch in unserer Angebotszeit dreht sich alles um Winter und Weihnachten. Wir lesen zusammen Weihnachtsgeschichten, backen ein Lebkuchenhaus und malen Bilder mit bunten Eiswürfeln. Die Eiswürfel sind ziemlich kalt und für die Kinder ist es spannend zu sehen, wie aus dem Eis in ihren Händen langsam Wasser wird. Beim Backen können die Kinder schon ganz fleissg mithelfen. Sie geben die Zutaten in die Schüssel und rühren den Teig. Mit etwas Hilfe können die größeren Kinder sogar schon die Eier aufschlagen.

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Außerdem bereiten wir natürlich für die Mamas und Papas ein Geschenk für Weihnachten vor. Mit blauer und roter Farbe malen wir Weihnachtskugeln an. Dann machen wir einen Handabdruck mit weißer Farbe auf die Kugeln. Mit ein paar Pinselstrichen entsteht so ein lustiger Schneemann.

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Und wie immer sind wir natürlich auch viel in Hagenhausen unterwegs. Wir besuchen die Pferde, die Schafe, Kühe, Hühner und Enten. Auch die Hasenbabys bekommen immer mal wieder Besuch von uns. Dabei dürfen die Kinder die Hasen auch streicheln und vorsichtig auf den Arm nehmen.

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Auch das Toben auf dem Feld darf natürlich nicht zu kurz kommen. So können die Kinder ihrem Bewegungsdrang nachkommen und ganz nebenbei wird die Grobmotorik gefördert. Und die vielen Begegnungen mit den Tieren fördern die Sprachkompetenz. Die Kinder erzählen uns begeistert, was sie sehen und bestimmt bekommen auch die Familien zu Hause einen Bericht von den vielen Erlebnissen in Hagenhausen.

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Wir sind sehr froh, dass wir die Vorweihnachtszeit noch gemeinsam mit allen Kindern verbringen dürfen und, dass wir sogar noch eine kleine Weihnachtsfeier machen können. 


Unser kleines Laternenfest

Aufgrund der bekannten Umstände konnten wir dieses Jahr leider kein Laternenfest mit Eltern und Kindern zusammen feiern.

Wir wollten unseren Kindern aber trotzdem das Laternenbasteln und -laufen und das Kinderpunsch trinken nicht nehmen. Deshalb wurden auch dieses Jahr fleißig Laternen angemalt. Jedes Kind hat einen schönen Laternenbausatz aus Holz zum Bemalen bekommen. So sind mit Fingerfarbe und Transparentpapier nach und nach 14 bunte und glitzernde Laternen entstanden.

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In den Wochen vorher, haben wir im Morgenkreis unsere Laternenlieder gelernt („Ich geh mit meiner Laterne“, „Durch die Straßen auf und nieder“, „Kommt wir wollen Laterne laufen“, „Laterne, Laterne“). Außerdem haben wir mit unserem Kamishibai Erzähltheater ein Herbst- und Laternengeschichte erzählt.

Für unser kleines Laternenfest haben wir morgens den Gruppenraum abgedunkelt. Mit Laternen und Lichtern dekoriert, war es sehr gemütlich. Die Kinder waren ganz fasziniert von den vielen bunten Lichtern.

Zum Frühstück gab es Brezen und selbstgemachten Kinderpunsch. Anschließend gab es Lebkuchen und Spekulatius. Mit der schönen Beleuchtung und dem leckeren Essen haben wir es ziemlich lange am Frühstückstisch ausgehalten.

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Nach dem Frühstück sollte dann jedes Kind die Gelegenheit bekommen, mit seiner Laterne durch den dunklen Gruppenraum zu laufen. Wir haben uns wie beim Morgenkreis auf den grünen Teppich gesetzt. Abwechselnd durften dann immer 2-3 Kinder mit ihren Laternen laufen, während alle anderen unsere Laternenlieder gesungen haben.

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Die Kinder haben die Lieder toll gelernt und man hat gemerkt, dass das Singen richtig viel Spaß gemacht hat.

Jeder durfte dann nachmittags seine eigene Laterne mit nach Hause nehmen, wo sie sicher auch noch für die ein oder andere Laternenrunde mit Mama und Papa genutzt wurde.


Unser Projekt "Apfel"

Ende September sehen wir auf unseren Spaziergängen in Hagenhausen viele Apfelbäume. Unsere Kinder zeigen uns immer wieder die roten reifen Äpfel an den Bäumen und das Fallobst, das auf der Straße liegt.

In unserem Garten haben wir sogar eigene Apfelbäume, an denen die Kinder sich jeden Tag selbst Äpfel pflücken. Im Gegensatz zu den Äpfeln, die wir auf unseren Spaziergängen sehen, sind unsere Äpfel aber grün und schmecken etwas sauer.

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Wir möchten auf das Interesse der Kinder eingehen und beschäftigen uns näher mit dem Thema „Apfel“. Als erstes gehen wir zusammen durch Hagenhausen und schauen ganz bewusst, wo wir überall Apfelbäume finden können. Die Kinder sehen die leuchten roten Äpfel sehr schnell und entdecken viele Apfelbäume. So können die Kinder durch eigenes Erleben feststellen, dass Äpfel an Bäumen wachsen, dass sie herunterfallen und faulig werden und vieles mehr. Das ausführliche Sprechen über das Thema bringt natürlich gleichzeitig die Möglichkeit für die Kinder, ihren Wortschatz und andere sprachliche Kompetenzen zu erweitern.

Bei unserem nächsten Spaziergang nehmen wir Taschen mit und pflücken Äpfel von den Bäumen. Jeder darf die Äpfel anfassen und genau betrachten. Aus unseren gesammelten Äpfeln kocht Lydia uns leckeren Apfelmus.

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Im Morgenkreis schauen wir uns dann noch an, wie der Apfel von innen aussieht. Wir lernen, dass im Inneren kleine Kerne sind, die die Kinder anfassen und anschauen dürfen. Passend zu den Kernen singen wir zusammen das Lied „In meinem kleinen Apfel“.

Zum Abschluss unseres kleinen Projektes darf jedes Kind einen Apfel anmalen. So üben wir unsere Handmotorik und unsere Hand-Auge-Koordination. Am Ende haben wir ganz viele tolle rote Äpfel, die die Eltern im Flur bestaunen können.

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Durch unser kleines Apfel – Projekt konnten wir ganz nebenbei unsere Kompetenzen erweitern (Sprache, Motorik, Motivation..). Außerdem haben die Kinder ein erstes Bewusstsein für den Wechsel der Jahreszeiten und die damit verbundenen Veränderungen in der Natur bekommen.

Das Projekt bietet einen Übergang zu unserem nächsten Projekt, denn mit den reifen Äpfeln kommt der Herbst immer näher. Die vielen bunten Blätter bringen uns zu unserem nächsten Projekt „Herbst“.


Ein neues Krippenjahr hat begonnen

Im September 2020 sind wir in ein neues Krippenjahr gestartet. Für fünf neue Wurzelwichte beginnt mit ihrer Eingewöhnung bei uns in der Krippe ein spannender neuer Lebensabschnitt.

Auch für die Eltern, das pädagogische Personal und die übrigen Kinder der Gruppe ist das eine aufregende Zeit. Angelehnt an das „Berliner Modell“ soll die Eingewöhnung liebevoll, sanft und nach den Bedürfnissen der Kinder ablaufen.

Unsere neuen Kinder sollen sich in ihrem Tempo an die neue Umgebung und an ihre neuen Bezugspersonen gewöhnen. Deshalb ist am Anfang der Eingewöhnung immer ein Elternteil mit dabei. Nach und nach bleiben die Kinder dann immer längere Phasen auch ohne ihre Eltern in der Kinderkrippe. Dabei lernen sie die neuen Bezugspersonen, die anderen Kinder und den Tagesablauf nach und nach kennen. So passiert die große Veränderung, die der Start in der Kinderkrippe mit sich bringt, behutsam und ohne Stress für die Kinder. Das macht sie stark dafür, auch zukünftige Übergänge gut zu meisten.

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Weil der September die meiste Zeit ziemlich sommerliche Temperaturen mit sich bringt, sind wir zusammen viel in Hagenhausen unterwegs. Wir besuchen den Pferdehof, schauen im Kuhstall vorbei, bei den Enten, Hühnern und vielen anderen tierischen Nachbarn. Außerdem gehen wir auf die Wiese, wo wir ganz viel rennen, Steine sammeln und Tiere und Pflanzen anschauen.

Ende September sind dann die Äpfel reif. Das fällt auch unseren Kindern auf den Spaziergängen auf. Immer wieder zeigen sie uns Äpfel, die auf dem Boden liegen oder finden Apfelbäume. Deshalb wird unser erstes Projekt das Thema „Äpfel“ haben.

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Durch diese vielen tollen gemeinsamen Erlebnisse werden wir mehr und mehr zu einer Gruppe. Die großen Kinder kümmern sich toll um unsere neuen Kinder und helfen ihnen dabei, sich in der Kinderkrippe zurechtzufinden.

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Nun freuen wir uns alle auf eine tolle gemeinsame Zeit und noch viele schöne Erlebnisse als Wurzelwichtel in Hagenhausen.


Projekt Huhn - Das Küken

Zum Abschluss unseres Hühnerprojektes gehen wir auf das „Küken“ ein. Im Fokus steht dabei die die Verbindung zum „Huhn“ und „Ei“.

Leider steht uns keine brütende Henne bzw. ein Küken zur Verfügung. Um trotzdem einen möglichst realitätsgetreuen Einblick in die Entwicklung eines Kükens zu gewinnen, sehen wir uns einen 1-minütigen Zeitrafferkurzfilm an, in dem ein Huhn ein Ei legt, es tagelang unter ihrem Gefieder wärmt und schließlich in mehreren Schritten ein Küken schlüpft. Durch diese Art der Mediennutzung sollen unsere Erfahrungen durch neue Sinneseindrücke erweitert werden. Im Anschluss ist es wichtig, sich über das Medienerlebnis auszutauschen, um die Bilder einzuordnen, denen wir dort begegnet sind.

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Das Gesehene ordnen wir gemeinsam mit den jeweiligen Bildern einem Kreislauf zu und kleben es zur Veranschaulichung auf ein großes Plakat. Durch die bildhafte Darstellung werden uns die Stadien vom Ei zum Huhn immer klarer.

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Außerdem wagen wir uns in dieser Woche noch an ein kleines Experiment, bei dem aus einem Ei ein Spielzeugküken schlüpfen soll. Mit diesem magischen Ei erleben wir, verbunden mit viel Spannung und Freude, die Geburt eines kleinen Kükens in etwas anderer Form. Um das Küken ohne Bruthenne zum Schlüpfen zu bringen benötigen wir einen Behälter mit warmem Wasser. Darin legen wir das Ei hinein.

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Nach ca. 3 Tagen bricht das Ei immer mehr auf und das Küken beginnt zu wachsen.

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Auch wenn das Experiment natürlich vom Entwicklungsprozess eines realen Kükens etwas abweicht, beobachten wir täglich fasziniert den „Schlüpfvorgang“, bis schließlich ein kleines gelbes Spielzeugküken die Schale durchbricht.

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Auch diesmal haben wir wieder die Möglichkeit kreativ zu werden. Aus gelben Krepppapier, Kulleraugen, einem Schnabel und Kleber gestalten wir mit viel Feinfühligkeit, Hand-Augen-Koordination und Freude natürlich ein kleines individuelles Küken.

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Nun neigen sich unsere Hühnerprojektwochen schon dem Ende zu und es ist an der Zeit unsere vier liebgewonnenen Hühner  „Erna“, „Berta“, „Heidi“ und „Trude“ schweren Herzens wieder zu verabschieden. Gerne hätten wir sie für immer behalten, doch die Wochenendverpflegung der Tiere, als auch spezielle erforderliche Auflagen/Vorgaben von verschiedenen Ämtern erschweren dies leider.

Trotzdem waren diese drei Wochen eine große Bereicherung für uns alle. Die Hühner boten uns die Möglichkeit Verantwortung und Sozialverhalten zu lernen und unsere Kompetenzen in jeglicher Hinsicht (Sprache, Umwelterziehung, Kreativität…) zu erweitern. Nebenbei wurde uns ein nachhaltiger Eindruck über den Umgang und die Pflege von Nutztieren vermittelt. Die große Beteiligung, Mithilfe und Freude der Kinder (und auch Eltern) machen das „Hühnerprojekt“ für uns alle unvergesslich.  

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